Förderschwerpunkt Sprachheilförderung...

Die Unterrichtsgestaltung in der Grundstufe

 

Die Schülerinnen und Schüler werden in kleinen Lerngruppen in einer intensiven Lehrer-Schüler-Beziehung unterrichtet.

 

In den Klassen 1 und 2 wird der überwiegende Teil des Unterrichts durch ein Klassenlehrerinnen-Team (2 Personen) oder eine Klassenlehrerin bzw. einen Klassenlehrer erteilt. Die Kinder müssen sich nicht ständig auf andere Bezugspersonen einstellen, stehen durch fließende Übergänge der Unterrichtsstunden weniger unter Zeitdruck und erleben eine Atmosphäre der Ruhe und Geborgenheit, die sich günstig auf das Lernen auswirkt. Diese Unterrichtsorganisation ist grundsätzlich in der gesamten Grundstufe wünschenswert, lässt sich aber auf Grund personeller Bedingungen nicht in den Jahrgangsstufen 3 und 4 erfüllen.

 

Um den Anforderungen des verbindlichen Regelschulplans einerseits und der besonderen Lernausgangslage der sprach-, sehbehinderten und hörgeschädigten Kinder andererseits gerecht zu werden, ist es notwendig, die Lerninhalte exemplarisch auszuwählen und sie bestmöglich pädagogisch aufzubereiten: Das Wesentliche optimal aufbereitet für die Kinder erfahrbar und erlernbar machen - Lernen mit allen Sinnen ermöglichen.

 

Der individuelle Entwicklungsprozess der Kinder verlangt einen förderdiagnostischen Ansatz während des gesamten Unterrichts.

 

Die oben genannten Kriterien erfordern insbesondere während des Lese-Schreib-Lehrgangs eine sprachheilspezifische Vorgehensweise. Dies bedeutet beispielsweise den verbindlichen unterstützenden Einsatz von Handzeichen, die tägliche Übung der phonologischen Bewusstheit und klar strukturierte deutliche Lehrersprache.

 

Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die Schulung und Verbesserung der auditiven Durchgliederungsfähigkeit gelegt.

 

Rhythmische Übungen und musikalische Erziehung sind wesentliche Bestandteile des täglichen Unterrichts im Sinne erfolgreicher Sprachheilarbeit.

 

Auf Grund der motorischen Auffälligkeiten und Wahrnehmungsprobleme der Schülerinnen und Schüler muss das Prinzip der Bewegungsförderung in allen Unterrichtsbereichen berücksichtigt werden. Psychomotorische Übungen nehmen dabei in den ersten beiden Schuljahren einen breiten Raum ein und der Sportunterricht wird von psychomotorisch geschulten Förderschullehrern erteilt.

 

Zusätzliche Fördermaßnahmen in der Grundstufe

 

In den einzelnen Jahrgangsstufen wird die Förderung sowohl klassen- als auch jahrgangsübergreifend gestaltet. 

 

Die Fördermaßnahmen umfassen sowohl fachspezifische als auch sprachheilpädagogische Bereiche. Die Förderung erfolgt in der Einzelsituation oder in Kleingruppen.